Hinweise zu Dienstreisen ins Ausland und mögliche sozialversicherungsrechtliche Folgen

Bei Dienstreisen von Angestellten der Universität (nicht Beamten) ins Ausland ist das gesetzlich verbindlich vorgeschriebene Beschäftigungslandprinzip zu beachten. Dieses besagt,  dass Arbeitnehmer grundsätzlich in dem Land sozialversichert (insbesondere auch krankenversichert) sind, in welchem sie aktuell ihre Beschäftigung ausüben, unabhängig davon, in welchem Land der Arbeitgeber ansässig ist. Leider ist dieser Grundsatz des Beschäftigungslandprinzips auf alle dienstlich veranlasste Aufenthalte im Ausland anzuwenden und gilt somit auch für Dienstreisen.

Um diesen vorübergehenden Verlust der Zugehörigkeit zum Sozialversicherungssystem in Deutschland zu vermeiden, besteht aufgrund von europarechtlichen Regelungen und internationalen Sozialversicherungsabkommen die Möglichkeit, eine weiterhin in Deutschland bestehende Sozialversicherungspflicht auch während des Auslandsaufenthaltes zu erwirken. Hierzu ist ein entsprechender Antrag bei den zuständigen Sozialversicherungsträgern (eigene Krankenkasse oder Rentenversicherungsträger) zu stellen.

Zur Sicherstellung einer durchgängigen Sozialversicherungspflicht in Deutschland und zur Vermeidung von Unklarheiten oder gar einer Lücke im Versicherungsschutz wird im Interesse der reisenden Arbeitnehmer empfohlen, bei Dienstreisen mit einer Dauer von über zwei Wochen einen entsprechenden Antrag zu stellen. Bei Dienstreisen mit einer Dauer von mehr als zwei Monaten muss der Antrag gestellt werden.

Bei Dienstreisen innerhalb der EU ist eine Antragstellung anhand der sog. A 1 Bescheinigung möglich.  Der Vordruck der A1 Bescheinigung ist auf der Intranet-Seite des Personaldezernates auch unter Formulare und dem Unterpunkt Dienstreisen abrufbar.

Für Dienstreisen in das sonstige Ausland stellen die Sozialversicherungsträger (vornehmlich die jeweiligen Krankenkassen) die entsprechenden Vordrucke zur Verfügung.

Der Antrag ist mit dem Dienstreiseantrag beim Personaldezernat einzureichen.

Liegt ein entsprechender Antrag bei einer Dienstreise mit einer Dauer von zwei Wochen bis zwei Monaten nicht vor, wird davon ausgegangen, dass auf eine Beantragung verzichtet wird.

Der Dienstreiseantrag enthält in Zukunft zur Erinnerung einen kurzen Hinweis zu Auslandsaufenthalten und möglichen sozialversicherungsrechtlichen Folgen.

Sollten Sie zur Sozialversicherungspflicht noch Fragen haben, können Sie sich gerne an Frau Stoffel (Telefon: 1106) wenden. Bei Rückfragen zu den Anträgen an den zuständigen Sozialversicherungsträger steht Frau Kosyra (Tel.: 1101)  gerne zur Verfügung.

Achtung: Dies gilt nur für Angestellte, nicht für Beamte. Bezüglich der Beihilfefähigkeit von Behandlungen im Ausland wird auf das entsprechende Informationsblatt des hierfür zuständigen Landesamt für Besoldung und Versorgung verwiesen. http://lbv.bwl.de/files/uploads/305h1.pdf